===== Vorwort ===== Die Welthilfssprache NEO ist das Werk des Professors [b]Arturo Alfandari[/b] in Brüssel. Alfandari, des Französisch, Italienisch, Englisch, Spanisch, Deutsch und Russisch spricht, arbeitete 40 Jahre an Neo, bis er es im Jahre 1961 mit einem Neo-französischen Wörterbuch von 75 000 Wörtern veröffentlichte. Dies geniale Werk erregte in der Öffentlichkeit Aufsehen und fand bei vielen Freunden des Fortschritts begeisterte Zustimmung. Dr. Zamenhof, der Erfinder des Esperantos, machte selbst 1894 und 1907 verschiedene Reformvorschläge, die aber leider nicht durchgeführt wurden. Er würde wahrscheinlich heute im Neo die notwendige Vervollkommnung des Esperantos sehen, auf die viele bisher vergeblich gewartet haben. Für die Gestaltung des Neo waren folgende Grundsätze maßgebend:\\ [b]1.[/b] ein naturalistischer Grundsatz, denn der Wortschatz besteht überwiegend aus international bekannten Wörtern der nationalen Kultursprachen,\\ [b]2.[/b] einem schematischen Grundsatz, denn für lautgemäße Rechtschreibung, für Grammatik, Wortsbleitung und Sprachgebrauch gelten strikte Einfachheit und Regelmäßigkeit,\\ [b]3.[/b] ein ökonomischer Grundsatz, denn Neo hat auf Kürze, auf einsilbige Wörter und bündige Aussageweise besonderen Wert gelegt,\\ [b]4.[/b] ein ästhetischer Grundsatz, denn der Wohlklang der Sprache ist vom Schöpfer des Neo bewußt gepflegt und erreicht worden. Bei dem immer stärker werdenden internationalen Verkehr steht die Menschheit vor der Wahl zwischen mangelhaften Radebrechen in fremden Nationalsprachen oder der Verwendung einer leicht erlernbaren und leicht sprechbaren kurzen und wohlklingenden Welthilfssprache. ----- Ich schulde dem Autor des Neo, Herrn Professor Alfandari, großen Dank dafür, daß er meine Entwürfe kritisch durchgesehen und mannigfache Hilfen zum Erscheinen dieser deutschen Einführung gegeben hat. Auch Herrn Oberstudienrat Dr. Langheinrich in Hameln möchte ich für die wertvollen Anregungen und Hilfen an dieser Stelle herzlich danken. Braunschweig, im August 1967 [b]Erich Weferling[/b]